Review: Harriet Reuter Hapgood: The square root of summer

Hallo liebe Leute, es ist schon etwas her, seid ich das letzte Mal eine Rezi veröffentlicht habe. Daher hat sich auch ein kleiner Rezensionsstau neben meinem Laptop angesammelt. Heute fange ich der Jahreszeit entsprechend mit “The square root of summer” an. Um dieses Buch bin ich schon ewig gekreist und habe es mir vor ein paar Wochen endlich gekauft, um es im Sommer zu lesen.

Zum Inhalt: Gottie lebt in einer Kleinstadt in England mit ihrem Vater, Bruder und Großvater Grey – nur ist Grey letzten Sommer verstorben. Für Gottie hat sich dadurch ein großes schwarzes Loch aufgetan. Bis zu diesem Sommer konnte sie sich verstecken und so tun, als wäre alles beim Alten, doch nun ist ihr Bruder für die Semesterferien zurück und schleppt Gotties erste Liebe von letztem Sommer an, Jason. Und als wäre das noch nicht genug, zieht Gotties Sandkastenfreund Thomas in Greys altes Zimmer.

Nun wird es abgespaced: Gottie bekommt immer wieder Blackouts, in denen sie den letzten Sommer mit Grey wieder durchlebt, ihre Verliebtheit mit Jason, die letzte legendäre Party, die ihr Großvater geschmissen hat, usw.

Meine Meinung: Leider hat sich meine Freude darüber, das Buch endlich in den Händen zu halten, ganz schnell gelegt, denn die Autorin hat deutsche Floskeln in das Buch eingebaut. Und zwar schlecht. Wirklich grottig. Sie sagt sogar in der Danksagung, dass sie für die deutschen Parts nur den Google-Übersetzer angeworfen hat. Dabei kommen dann Sachen wie “Fels-Papier-Schere” rum. Grammatikalisch passen die Satzfragmente auch nie in den Kontext und manche inhaltliche Sachen werden dadurch einfach falsch. Leider häuft sich das total und für mich war es wirklich unmöglich, mich so in die Story reinzufinden.

Neben dem “Deutsch-tum” spielt die Wissenschaft hier eine große Rolle. Gottie ist ein Wissenschaftsgenie. Sie kann superkomplizierte Formeln zu schwarzen Löchern aufstellen. Außer ein paar Büchern im Laden ihres Vaters, z.B. von Stephen Hawking, scheint sie nie besonders viel Zeit mit dem Thema verbracht zu haben. Irgendwie nehme ich der Autorin und ihren Figuren ihre Authenzität nicht ab.

Ich hatte gedacht, dass das Buch für “Geeks” wäre, dass also wissenschaftlich interessierte Jugendliche sich wiederfinden würden. Die dargestellte Wissenschaft besteht aber nur aus sehr komplizierten Formeln und ein paar Graphiken, die nicht zu detailliert erklärt werden, weil sie auch gar nicht allzu wichtig für die Handlung sind.

Auch wenn man von der Wissenschaft absieht, sind mir die Charaktere einfach nicht ans Herz gewachsen. Obwohl die Probleme total menschlich sind (Erste Liebe, Stress mit der besten Freundin, Zukunftsangst, Trauer), konnte ich mich weder mit Gottie identifizeren, noch großartig mit ihr fühlen.

Das alles ist sehr schade, weil ich die Idee, das Thema Liebe, Verlust und coming-of-age mal etwas anders zu verpacken, eigentlich sehr ansprechend fand. Ich für meinen Teil musste mich z.T. durchquälen.

Hinweis: Ich habe das Buch im Original gelesen. Bei der deutschen Übersetzung werden wahrscheinlich die Grammatikfehler ausgebügelt worden sein. Ob die Wissenschaft dann auch mehr Sinn ergibt, kann ich nicht beurteilen.

Alles in allem vergebe ich 2 Tässchen, da die Idee etwas Neues ist, die Autorin meiner Meinung nach aber ihre Hausaufgaben bei der Recherche nicht gemacht hat.

2of5

Habt ihr “The square root of summer” schon gelesen? Wie sehr stören euch Fehler im Lesefluss? Hinterlasst mir gerne Kommentare 🙂

Eure Katy

https://i1.wp.com/i2.kym-cdn.com/photos/images/original/000/548/129/538.jpg

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s