Review: Anna McPartlin: The last days of Rabbit Hayes

Und noch eine Rezension an diesem Wochenende 🙂 Dieses Mal schreibe ich über “The last days of Rabbit Hayes”, ein Buch, das ich schon lange auf meiner Wunschliste hatte und das deshalb auch nur sehr kurz auf meinem SuB lag.

Mia Hayes, von ihrer Familie und Freunden nur Rabbit genannt, hat Krebs im Endstadium. Wir lernen sie kennen, als ihre Mutter sie schweren Herzens ins Hospiz bringt. Rabbit ist ca. Anfang 40, hat eine 12-Jährige Tochter und steht auch sonst mitten im Leben. Rundherum lernen wir den gesamten Hayes-Clan kennen, und wie jeder von ihnen mit der Trauer und Hilflosigkeit umzugehen versucht. Am herausstechendsten wäre da wohl ihre Mutter, die eine fluchende und offenherzige Kämpfernatur ist und viel Wärme in die Geschichte bringt.

Parallel zu ihrem eigenen Kampf mit dem Krebs erfahren wir viel über Rabbits Jugend und die Band ihres Bruders, bei der sie als Kind lauscht und als Jugendliche als Tontechnikerin einspringt. Immer wenn Rabbit benebelt von den Schmerzmitteln einschläft, kehrt sie zu dieser Zeit und der Liebe ihres Lebens, Johnny, zurück.

Viel mehr möchte ich ander Stelle nicht verraten, das Ende ist zwar nicht sehr überraschend, jedoch will ich euch keinesfalls die Details vorwegnehmen.

Die letzten Tage von Rabbit Hayes bei Amazon mit wirklich schönem Cover, wie ich finde 🙂

Mich konnte das Buch nicht restlos überzeugen, ehrlich gesagt gibt es aus meiner Sicht bessere Bücher zum Thema Krankheit, Trauer und im weitesten Sinne Familiengeschichten. Die Autorin hat sich zwar Mühe gegeben, authentische Charaktere zu erschaffen und die Details, z.B. in der Medikamentenvergabe, stimmen, aber so richtig mitgefiebert habe ich dann eben doch nicht. Jeder Charakter hat eine Macke mitbekommen, die ihn jeweils abheben und plastischer machen soll, aber richtig eintauchen in die Familienbande konnte ich nicht, da mir einige Dinge doch aufgesetzt vorkamen. Zu erwähnen ist da die Nachbarin von Mrs. Hayes, die eine tiefe Freundschaft zur Familie hat, seitdem sich Mrs. Hayes quasi ganz alleine dem gewalttätigen Ehemann ebendieser Nachbarin entgegenstellt, während ihre eigenen Kinder ängstlich im Haus warten. Aaahja. Schade, da das Buch ja doch einen kleinen Hype ausgelöst hat.

Zudem will das Buch an einigen Stellen auflockern, die Charaktere sprechen durchweg mit irischen Floskeln und Dialekt, was ich eben auch nicht immer als glaubhaft wahrgenommen habe.

Auch wenn ich eigentlich kein Fan von Vergleichen bin, ziehe ich jetzt mal einen groben Vergleich zu zwei “großen” Vertretern des Genres: Jojo Moyes’ “Me before you” und John Greens “The fault in our stars” sind bei mir absolute Favoriten. Erstere Geschichte schafft verschiedene Ansichten und Meinungen zu einem kontoversen Thema unterzubringen, sodass man noch wochenlang über das gelesene nachdenken muss und letzteres überzeugt mit glaubhaften Charakteren, obwohl einiges am Plot sehr konstruiert ist. Diese beiden Eigenschaften haben mir bei “The last days of Rabbit Hayes” leider komplett gefehlt. Ironischerweise prangt auf dem englischen Cover eine Empfehlung des Buches von John Green 😉

Zusammenfassend vergebe ich drei Tässchen und empfehle das Buch für Leute, die zwischendurch etwas fürs Herz lesen möchten, ohne jedoch zu involviert zu sein.

3of5

Habt ihr das Buch gelesen? Findet ihr den Hype berechtigt? Schreibt Kommentare 🙂

Eure Katy

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