Review: E. Lockhart: We were liars

Es ist Oster-langes-Wochenend-Samstag und ich komme in aller Ruhe zum rezensieren. Heite möchte ich euch “We were Liars” von E. Lockhart vorstellen. Die Autorin hat einige Jugendbücher, z.B. “The boyfriend list” und unter ihrem richtigen Namen Emily Jenkins schon ziemlich viele Kinderbücher veröffentlicht.

Als ich das Buch kaufte, habe ich aufgrund des Titels und des Covers einen Thriller oder zumindest Mysteryroman erwartet und wurde dahingehend auch nicht enttäuscht. Ich schiebe das nur vorweg, da einige Amazonrezensenten enttäuscht waren, dass es keine Sommerromanze ist.

We were liars bei Amazon

Zur Handlung: Cadence, genannt Cady, ist Mitglied der Sinclair Familie, eine wohlhabende und angesehene Familie, die eine Privatinsel besitzt, auf der jeden Sommer gemeinsam der Urlaub verbracht wird. Cady selbst ist Einzelkind, hat aber einige Cousins und Cousinen, mit denen sie eine sehr freundschaftliche Verbindung teilt.

Irgendwann bringt einer ihrer Cousins einen Freund mit auf die Insel, Gat, in den sich Cady verliebt und die kurze Zeit ein Paar sind. Zusammen mit Gat, Mirren und Johnny ist Cady in einer Art Bande und sie nennt sich selbst und die drei “The liars”. Die Kinder bemerken, dass die Familie hinter der Fassade zerrüttet ist, zwischen den Erwachsenen herrscht Wettkampf um die Gunst des Großvaters und damit um das Erbe der Sinclair. Es wird intrigiert, gestritten und geschauspielert, in Cadys Fall belastet das das Verhältnis zu ihrer Mutter sehr.

In dem Sommer, in dem Cady 15 Jahre alt ist, hat Cady schließlich einen Unfall, an den sie sich nicht mehr erinennern kann. Die Ärzte sagen, sie müsse sich in ihrem Tempo erinnern. Durch den Unfall hat Cady dauerhaft schlimme Kopfschmerzen und muss sich immer wieder übergeben. Sie kann kaum zur Schule gehen und verbringt den Sommer statt auf der Familieninsel mit ihrem Vater in Europa.

In dem Sommer, als sie schließlich 17 ist, kehrt sie zurück auf die Insel und trifft Gat, Johnny und Mirren wieder. Gemeinsam lüften sie das geheimnis um den Unfall.

Ich kann nur sagen: Wow. Ich bin ein großer Fan von unzuverlässigen Erzählern. Durch Cadys Unfall und ihre Erinnerungslücken erwartet man die Auflösung fast bis zum Schluss nicht.

Ich persönlich empfand auch die Charakterentwicklung als sehr gelungen: Keine der Figuren war “zu gut”. An einigen Stellen mag man die Hauptpersonen überhaupt nicht, aber sie handeln nie unglaubwürdig. Mit hinein in die Charakterentwicklung von Cady spielt die besondere Erzählweise. Cady erzählt in kurzen, abgehakten Absätzen, die lose ineiander übergehen. Zu jedem ihrer drei Freunde hat sie eine bestimmte Beschreibung, die die Persönlichkeit dieser Figur einfangen soll. Z.B. beschreibt sie Gat: “He was contemplation and enthusiasm. Ambition and strong coffee. I could have looked at him forever.” Ich kam in die Story und die verschiedenen Ebenen der Sinclair Familie gut rein und habe die etwas über 200 Seiten schnell durchgelesen.

Alles in allem kann ich das Buch als Sommerlektüre allen Fans von Plottwists empfehlen und vergebe 4 Tässchen. Die deutsche Version “Solange wir lügen” erscheint pünktlich in der Freibadsaison am 25.06.17 als Ravensburger-Taschenbuch. Die gebundene Ausgabe ist bereits erhältlich.

4of5

Habt ihr das Buch bereits gelsen oder habt ähnliche Empfehlungen mit Plottwists parat? Immer raus damit, ich freue mich über Kommentare!

Eure Katy

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