Review: Matt Haig: The Humas / Ich und die Menschen

The Humans war unter den Büchern, die ich letztes Jahr in einem Anfall von Book-Haul bei Amazon.co.uk im Zusammenhang mit der 3 Bücher für 10 Pounds Aktion gekauft hatte. Wer wie ich sehr gern englische Bücher liest, kann sich ja mal auf der britischen Seite umschauen, die Neuerscheinungen sind immer super 🙂 Mehr Infos zu der 3 Books for 10 Pounds Aktion gibt es hier.

The Humans bei Amazon

Zum Buch: Das Grundkonzept ist Folgendes: Es geht um ein Alien, dass von seinem Heimatplaneten ausgesandt wurde, um die Menschen und den Planet Erde zu „studieren“, da das bisherige Wissen eher dürftig ist und die Außerirdischen fürchten, dass die Menschen die Riemann-Theorie belegen konnten. Diese mathematische Theorie wäre der Durchbruch in fast allen Bereichen, die Menschen wären in der Lage z.B. Waffen herzustellen, die eine große Gefahr für das gesamte Universum darstellen würden. Der namenlose Protagonist reist daher zur Erde, schaltet Professor Andrew Martin, der die Theorie gerade belegen konnte, aus, und nimmt dessen Platz ein, um Informationen über die Lebensweise der Menschen zu sammeln.

Im Laufe der Geschichte wechseln sich dabei Heiteres und philosophische Gedanken ab; Einerseits kann der falsche Andrew Martin nicht mehr an einem Glas Erdnussbutter vorbeigehen, ohne schwach zu werden, dann folgen wieder Passagen, in denen es um die Beziehung zu seinem Vermeintlichen Sohn und dessen Mutter geht, durch die der neue Andrew lernt, was Liebe und Mitgefühl bedeuten. Letztlich muss Andrew sich entscheiden, ob er ein ewiges und sehr angenehmes Leben auf seinem Heimatplaneten oder lieber ein schmerzvolles, kurzes Leben auf der Erde vorzieht.

Die deutsche Version Ich und die Menschen

Das Buch lebt von der Idee, das Leben der Menschen aus dem Blickwinkel von jemand Außenstehenden zu sehen. Die Entdeckungen, die Andrew macht und das Verständnis, was einen Menschen zu einem Menschen macht, sind trotz des Schmerzes und der Vergänglichkeit, die jeder Mensch in seinem Leben erlebt, sehr hoffnungsvoll geschildert.

Eines meiner Lieblingszitate aus dem Buch:

„Politeness is often fear. Kindness is always courage. But caring is what makes you human. Care more, become more human.“

 

Fazit: Normalerweise ist das Genre nicht unbedingt das, was ich mir aussuche, da mir diese Bücher oft zu gewollt philosophisch und tiefgründig sind. Dieses Buch hat allerdings einige schöne Zitate und Lebensweisheiten parat, wer solche Lektüren mag, ist hier gut beraten. Abzug gibt es, weil die Story an sich nicht sehr ausgebaut wurde und dünn ist, was zu dem Zweck aber auch ausreicht.

Es gibt drei Tässchen von mir.

3of5

Habt ihr The Humans schon gelesen oder habt es noch vor? Hinterlasst Kommentare, was euch besonders gut gefallen habt und welche Zitate ihr ins Poesiealbum schreiben wollt 😉

Eure Katy